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Wohnüberbauung Bern Brünnen, Wettbewerb genossenschaftlicher Wohnungsbau

Das Baufeld 2 wird mit einem Hofgebäude besetzt. Die einfache wie stattliche Gebäudefigur, welche das Baufeld aufspannt und dessen Ränder präzise definiert, kommt dem Wunsch nach Urbanität im neuen Stadtquartier Bern-Brünnen nach. Der Hofraum öffnet sich jeweils über Eck zu den angrenzenden Räumen -Platz, Strasse, Grünraum- und vernetzt sich mit diesen. Nach dem Motto Urbanität und Vorstadt wird der Hof so zum Bindeglied zwischen Platzraum im Süden und Landschaftsraum im Norden.
Der viergeschossige Gebäudering ist über den Hof erschlossen. Im Erdgeschoss finden sich neben einigen Nebenräumen zehn Studios, welche wahlweise als Wohn- oder Arbeitsräume genutzt werden können. Die Gebäudestruktur der drei Obergeschosse trägt der Forderung nach Flexibilität Rechnung. Die Treppenhäuser, Nasszellen und die Ankunftsräume bilden als tragende Elemente die Grundstruktur. Die restlichen Zimmerwände sind nichttragend konzipiert. Jede Wohnung wir über einen Ankunftsraum betreten. An diesen angelagert befinden sich die Nasszellen sowie ein erstes Zimmer, das als Büro oder Einliegerzimmer unabhängig von der restlichen Wohnung funktionieren kann.
Die 3.5 und 4.5 Zimmer-Wohnungen sind über einen Wohngang organisiert. Dieser führt jeweils an der Loggia vorbei und mündet im Küchenbereich. Dank der Überbreite kann er auch Wohnfunktionen aufnehmen. Die Zimmerschicht kann nach Benutzer- resp. Marktbedürfnissen ausgebaut werden, wobei auch das Wohnzimmer als Salon vom offenen Küchenbereich abgetrennt werden kann.

Bauherrschaft Baugenossenschaft Brünnen-Eichholz
Wettbewerb Offener Projektwettbewerb, 2010
Bauingenieur Ernst Basler + Partner Zürich, Claus Maier
Visualisierungen Carol Egger