2011 Neubau Haus für junge Menschen am Kolinplatz Zug, offener WW
Beschrieb
Volumenentwicklung
Innerhalb der durch die Baulinien eng gesetzten Rahmenbedingungen entwickelt sich das neue Haus am Kolinplatz 21 als präzises Passstück in der Lücke.
Die Form des Gebäudes entwickelt sich dabei aus einem einfachen Satteldachvolumen, wobei die Firstrichtung parallel zur Kirchenstrasse gelegt ist. Der Neubau richtet sich somit mit seinem ‚Gesicht’ zur Grabenstrasse. Das einfache, von den Bauinien definierte Volumen samt Dach wird deformiert und eingepasst: Der eingeschossige Vorbau im Sockel stösst bis auf die vorgegebene Bauflucht; in den Wohngeschossen entwickelt sich eine Auskragung auf die Kirchenstrasse; die Trauflinien springen in der Höhe. Durch die so erwirkte Höhenentwicklung sind sämtliche Anschlussstellen an die Nachbarhäuser präzise ausformuliert.
An der Ecke Kirchenstrasse / Grabenstrasse, dort wo das Gebäude über den eingeschossigen EG-Vorbau in den Strassenraum schaut, setzt die erkerartige Auskragung mit den Wohnloggien einen Hochpunkt. In der Dichte der Altstadt besetzt dieser Hochpunkt die räumliche Aufweitung der Grabenstrasse bei der Einmündung der Kirchengasse. Die Höhe dieses ‚Erkers’ bezieht sich auf die Höhe des schräg gegenüberliegenden Eckbaus und bildet gemeinsam mit diesem den Abschluss der Kirchenstrasse.
Fassadengestaltung
Der skulpturalen Formentwicklung entsprechend, zeigt sich das Gebäude als homogener, muraler Körper. Konstruiert aus einem Einsteinmauerwerk, wird der Gebäudekörper mit einem Kratzputz umhüllt, wobei die Lochfenster tief in den Leibungen sitzen. Diese sollen mit einem Feinspachtel ausgeglättet resp. veredelt werden. Die Fassaden gegen die Kirchen- und Grabenstrasse zeichnen sich durch ein ruhiges Fensterbild aus stehenden Formaten aus, während in der Hoffassade die Formate leicht liegend und freier gesetzt sind.
In der Südfassade und im Erkerbereich der Westfassade sind die Fensterlöcher um eine Umrandung –ebenfalls als Ausglättung des Kratzputzes- ergänzt. Diese sind jeweils unterschiedlich breit und erzeugen als Restfläche ein regelmässiges Raster. Somit ist die Lesart dieser Umfassungen ambivalent: einerseits nehmen sie Bezug auf klassische Fenstergewände, andererseits werden sie zu Füllungen innerhalb eines Rasters, so wie sie bei Riegelhäusern vorzufinden sind.
Gebäudeorganisation
Das Gebäude ist gemäss Raumprogramm organisiert: Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant mit angegliedertem Saal im ersten Obergeschoss. Im zweiten Obergeschoss befindet sich eine 4.5-Zimmer Wohnung. Die zwei Dachgeschosse beherbergen eine zweigeschossige 6.5-Zimmer Wohnung.
Der Gastraum im Erdgeschoss spannt sich über zwei Fassadenflanken zur Kirchen- und Grabenstrasse auf. Über eine räumliche Verengung gelangt man zur Treppe die ins Ober- und Untergeschoss führt. Hier befindet sich der Ausgang in den Hof, resp. der Eingang für den Saal bei externer Nutzung. Der Eingang für die Bewohner und die Anlieferung befindet sich an der Kirchenstrasse. Der Eingangraum spannt sich über die ganze Grundrisstiefe und erschliesst das Treppenhaus auch vom Hof. Aufgrund der engen Platzverhältnisse wird auf einen separaten Aufzug für die Gastronomie verzichtet. Der Lift ist so angeordnet, dass er sowohl für die Bewohner und die Küchenanlieferung dient. Ebenso ist die Erschliessung des Saals und des Untergeschosses aus dem Restaurant für Rollstuhlbenützer gewährleistet.
Die beiden Wohnungen folgen dem gleichen Grundlayout: Alle Zimmer sind lärmabgewandt gegen den Hof oder die Kirchenstrasse angeordnet, Wohnraum und Küche mit der Loggia in der Erkerspitze gegen die Grabenstrasse. Die gemeinsam genutzten Räume entwickeln sich als Aufweitung des Korridors und bilden keine geschlossenen Raueinheiten. Im Hinblick auf die Nutzung durch Wohngemeinschaften lehnt sich die Grundrissorganisation dem Modell der Wohndiele an. Dabei steht als Angelpunkt die Küche im Zentrum des Geschehens. Die zweigeschossige Wohnung in den Dachgeschossen spielt das räumliche Potential von hohen Räumen unter Dachschrägen aus. Im ersten Dachgeschoss bietet insbesondere die Loggia mit ihrer Überhöhe räumliche Attraktivität.
Aussenraum
Der Hofraum wird durch drei Niveaus sanft gegliedert, wobei jedem Niveau eine eigene Nutzung zugewiesen wird. Das oberste Niveau dient als Stellfläche für Fahrräder, das mittlere ist der Hofbereich für die Bewohner während das unterste der Gastronomie zugeordnet ist .
Der Bereich für die Fahrräder als Funktionsfläche wird wie die Fortunagasse gepflastert, Bewohner- und Gastrohof zeichnen sich mit einer Chaussierung als Ort des Aufenthalts aus.
2011 Neubau zwei MFH Hombrechtikon
Beschrieb
Das im historischen Zentrum von Hombrechtikon gelegene Grundstück ordnet sich in eine Abfolge von stattlichen Wohn- und ehemaligen Wirtshäusern entlang der Lächlerstrasse ein. Das angrenzende Siedlungsgebiet ist mit attraktiven grossräumigen Grünflächen durchsetzt.
Das an die Kernzone angrenzende Grundstück soll mit zwei identischen Gebäuden überbaut werden. Die daraus resultierende grosse Abmessung der Volumen führt dabei einen neuen Massstab im Quartier ein. Über eine geschickte Volumengliederung und die äussere Gestaltung vermögen sich die Neubauten in die Umgebung einzugliedern. Ebenso über die Grünräume -insbesondere die grosszügige Gartenfläche im Süden des Grundstücks- vernetzt sich die neue Überbauung räumlich mit der Umgebung.
Das flach geneigte Satteldach und die eingefassten Lochfenster setzten die Gebäude in Bezug zum historischen Kontext und erzeugen einen starken Wiedererkennungswert.
Daten
Bauherrschaft: Privat
Standort: Hombrechtikon ZH
Gebäudeart: Neubau zwei Mehrfamilienhäuser mit UN-Garage
Volumen SIA 416: 10'000 m3
Leistungsumfang: Machbarkeitstudie, Projekt, Ausführungsplanung
Totalunternehmer: Allco AG, Zürich
Bauingenieur: Walter Böhler AG, Jona
HLKS: W+L Partner AG, Rapperswil
Elektro: Meteor GmbH, Pfäffikon SZ
Bauphysik: Kopitsis Bauphysik AG, Wohlen
2011 Anbau DEFH Zürich
Beschrieb
Die Liegenschaft wird an der Giebelfassade (Südostseite) um einen kleinen, zweigeschossigen Anbau ergänzt, welcher sich präzise aufgrund von Dachneigung, Befensterung und Volumeneinschnitt des bestehenden Hauses entwickelt.
Als Gartenhaus vermag der Anbau die bislang dürftige Beziehung zwischen Haus und Garten zu intensivieren. Gemeinsam mit dem vorhandenen Volumeneinschnitt der bestehenden Veranda definiert der Anbau eine leicht erhöhte Terrasse, welche als definierter Ort das neue Bindeglied zwischen Haus und Garten ist.
Das kompakte Volumen mit seiner prägnanten Kontur wird in ein hölzernes, kleinteiliges Schindelkleid gehüllt. Die unbehandelten Lärchen-Schindeln leben mit der Witterung und werden über die Jahre vergrauen. Die Idee des Gartenhauses findet somit nebst dem räumlich formulierten Übergang zwischen Haus und Garten auch eine atmosphärische Entsprechung.
Daten
Bauherrschaft: Privat
Standort: 8045 Zürich
Gebäudeart: Umbau und Erweiterung einer Doppelhaus-Hälfte
Leistungsumfang: Projekt, Kostenplanung, Ausführungsplanung,
Ausschreibung, Bauleitung
Bauingenieur: Büro Thomas Boyle, Zürich
2011 Neues Hauptgebäude Stiftung Integra Wohlen, mit Beat Jaeggli, offener WW, 2. Preis
Beschrieb
Die Stiftung Integra bietet Personen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung geschützte Arbeits- und Ausbildungsplätze an. Da die räumlichen Kapazitäten am bestehenden Standort ausgeschöpft sind fordert die Wettbewerbsaufgabe den Neubau des Hauptgebäudes mit Werkstätten, Schulungsräumen, Verwaltung und Kantine.
Der Entwurf schlägt ein flach gelagertes Gebäude vor, das sich über das gesamte Grundstück am Rande der Industriezone ausbreitet. An drei Grundstücksecken ist das Volumen ausgeschnitten und bildet drei unterschiedliche Höfe: Eingangshof, Gartenhof mit dem Aussenbereich der Kantine und Anlieferungsbereich. Dieser pragmatische Ansatz lässt eine prägnante dreiflüglige Gebäudefigur entstehen, die sich an der Schnittstelle zwischen Industrie- und Wohnquartier präzise einfügt und über die peripher gelegenen Hofräume sich mit den angrenzenden Quartieren verzahnt.
Der Kern des zweigeschossigen Gebäudes bildet die zentrale Halle. Sie ist Ankunftsort sowie Dreh- und Angelpunkt sämtlicher im Haus stattfindender Aktivitäten. Im Sinne eines Werkstattgebäudes das verschiedene Nutzungen unter einem Dach vereint, treffen und kreuzen sich hier sämtliche Wege und Nutzungen. Durchlässigkeit und Transparenz sollen unter den Mitarbeitern und Betreuten ein starkes Wir-Gefühl fördern.
Daten
ARGE mit Beat Jaeggli Architekt
Bauherrschaft: Integra, Stiftung für Behinderte im Freiamt
Gebäudeart: Werkstattgebäude mit Verwaltung und Kantine
Wettbewerb: Offener Projektwettbewerb, 2011
Bauingenieur: APT Ingenieure GmbH Zürich, Andreas Lutz
2011 Wohnüberbauung Aretshalden Seegräben, Studienauftrag, 2. Rang
Beschrieb
Die Aufgabe fordert eine Wohnüberbauung in der Kernzone ‚Aretshalden‘ in der Gemeinde Seegräben im Zürcher Oberland.
Dabei werden Motive und Typologien landwirtschaftlicher Ökonomiegebäude neu interpretiert und in einer einfachen Gebäudestruktur umgesetzt. Im Vordergrund stehen dabei das Schotenprinzip, die Laube und die geschlossene Giebelwand.
Vier identische Gebäude werden locker in die Landschaft eingebettet und bilden durch ihre versetzte Anordnung einen Zugangshof gegen die Strasse sowie einen gemeinschaftlichen Aussenraum gegen Süden.
Das einfache Schotensystem der Grundrissstruktur ist alternierend als Zimmerschicht und als Wohnraum ausgebaut. Dies gewährt eine grosse Flexibilität im Wohnungsmix sowie im Ausbau und verspricht eine hohe Wirtschaftlichkeit. Die Forderung nach attraktiven Dachwohnungen sowie die rigide Bauordung hinsichtlich Dachaufbauten werden mit dem Element des Quergiebels befriedigt, welches in der Serie eine eigenständige Dachform entstehen lässt. Über die diagonale Laubenstruktur werden die Quergiebel in das Gesamtvolumen eingebunden.
Daten
Bauherrschaft: Streiff AG Immobilien
Gebäudeart: Neubau Eigentumswohnungen
Wettbewerb: Eingeladener Studienauftrag, 2011
2010 Wohnüberbauung Bern Brünnen, offener WW
Beschrieb
Das Baufeld 2 wird mit einem Hofgebäude besetzt. Die einfache wie stattliche Gebäudefigur, welche das Baufeld aufspannt und dessen Ränder präzise definiert, kommt dem Wunsch nach Urbanität im neuen Stadtquartier Bern-Brünnen nach. Der Hofraum öffnet sich jeweils über Eck zu den angrenzenden Räumen -Platz, Strasse, Grünraum- und vernetzt sich mit diesen. Nach dem Motto Urbanität und Vorstadt wird der Hof so zum Bindeglied zwischen Platzraum im Süden und Landschaftsraum im Norden.
Der viergeschossige Gebäudering ist über den Hof erschlossen. Im Erdgeschoss finden sich neben einigen Nebenräumen zehn Studios, welche wahlweise als Wohn- oder Arbeitsräume genutzt werden können. Die Gebäudestruktur der drei Obergeschosse trägt der Forderung nach Flexibilität Rechnung. Die Treppenhäuser, Nasszellen und die Ankunftsräume bilden als tragende Elemente die Grundstruktur. Die restlichen Zimmerwände sind nichttragend konzipiert. Jede Wohnung wir über einen Ankunftsraum betreten. An diesen angelagert befinden sich die Nasszellen sowie ein erstes Zimmer, das als Büro oder Einliegerzimmer unabhängig von der restlichen Wohnung funktionieren kann.
Die 3.5 und 4.5 Zimmer-Wohnungen sind über einen Wohngang organisiert. Dieser führt jeweils an der Loggia vorbei und mündet im Küchenbereich. Dank der Überbreite kann er auch Wohnfunktionen aufnehmen. Die Zimmerschicht kann nach Benutzer- resp. Marktbedürfnissen ausgebaut werden, wobei auch das Wohnzimmer als Salon vom offenen Küchenbereich abgetrennt werden kann.
Daten
Bauherrschaft: Baugenossenschaft Brünnen-Eichholz
Gebäudeart: Neubau genossenschaftlicher Wohnungsbau
Wettbewerb: Offener Projektwettbewerb, 2010
Visualisierungen: Carol Egger
2010 Neubau Schulhaus Goldbach, mit Beat Jaeggli, offener WW, 2. Preis
Beschrieb
Das Schulgrundstück bietet die Chance, gemeinsam mit dem benachbarten Fennergut einen grosszügigen Grünraum in der Goldbacher Siedlungsstruktur zu bilden. In Anlehnung an die historische Kulturlandschaft der Hangflanke entlang des Zürichsees wird dieser Grünraum als Streuobstwiese interpretiert. Eingebettet in diesen Obstgarten liegt der kompakte Baukörper in der Falllinie des Hanges und bildet zur Zürichstrasse eine neue Adresse. Berg- und talseitige Abtreppungen strukturieren den Baukörper und binden ihn in die Massstäblichkeit des Quartiers ein.
Die drei Nutzungen Sport, Kindergarten und Schule sind vertikal organisiert. Die Nutzungseinheiten sind jeweils separat über die verschiedenen Gebäudeseiten erschlossen, wodurch das Schulhaus optimal mit dem Quartier vernetzt ist. Im Innern des Gebäudes werden alle Nutzungsbereiche über den Weg der vertikalen Erschliessung räumlich und funktional in Beziehung zueinander gesetzt. Das überhohe Hauptgeschoss der Schule dient in der Erschliessungsbewegung als Scharnier und verknüpft räumlich die unteren Geschosse mit Kindergarten und Sport mit den oberen Zimmergeschossen der Schule.
Das Volumen ist geprägt durch eine Lochfassade mit tiefliegenden Fenstern. Dem muralen Charakter entsprechend ist das Volumen in eine helle Klinkerhaut gehüllt. Die somit suggerierte Schwere und Stattlichkeit wird auf den zweiten Blick gebrochen: Die Klinkerverkleidung besteht lediglich aus Platten, was in deren vertikalen Anordnung und Fugenbild thematisiert wird.
Daten
Bauherrschaft: Schulgemeinde Küsnacht
Gebäudeart: Ersatzneubau Schulanlage mit Primarschule, Kindergarten, Turnhalle und Sportplatz
Wettbewerb: Offener Projektwettbewerb, 2010
Visualisierungen: Carol Egger
2010 Haus Vogelsang Wetzikon ZH, Neubau Einfamilienhaus
Beschrieb
Das Fünfzimmerhaus wurde auf einem kleinen Grundstück mit hervorragender Aussicht auf die Zentralschweizer Alpen am Siedlungsrand zur Landwirtschaftszone realisiert. Die polygonale Grundrissform nutzt dabei den schrägen Zuschnitt des Grundstücks optimal aus, wobei sich die Südfassade zur unverbaubaren Aussicht gegen Südosten ausdreht. Mittels einem Splitlevel-Schnitt fliessen die Vorzüge des Grundstücks in die Gebäudeorganisation ein: Vom leicht abgegrabenen Eingang führt eine halbgeschossige Treppe in die Wohnküche, dem Herzen des Hauses. Der Erschliessungsweg führt weiter in den Salon, der als Panoramaraum konzipiert, sich mit Aussichtsbalkon über Eck zur Landschaft öffnet. Die Bewegung des Schrägdaches leitet über eine Galerie ins Obergeschoss mit zwei Zimmern. Der Grundriss ist mit freigespielten Fassaden weitgehend offen organisiert, sodass in Längs- und Querrichtung maximale innere Durchblicke möglich sind. Dank Splitlevel, Durchblicken und der Präsenz des Schrägdaches im Inneren entfaltet sich trotz kompakter Organisation eine räumliche Vielfalt und Grosszügigkeit.
Konstruktiv ist das Gebäude ein aus dem Terrain wachsender Massivbau, ummantelt von einer Holzelementfassade. Der innere Raumfluss wird nach aussen hin von der umschliessenden Holzhülle begrenzt. Nach oben hin findet das Gebäude in einem flach geneigten Schrägdach seinen Abschluss. Schirmartig überspannt dieses den Grundriss und akzentuiert mit grossen Auskragungen die Aussenräume. Die Verschiebung des Dachumrisses gegenüber der Fassadenflucht unterstützt das Ausdrehen des Gebäudes auf der Südseite.
Die äussere Erscheinung entwickelt sich im Spannungsfeld zwischen konstruktiver Logik und Assoziationen zum Bauen in landwirtschaftlich geprägten Regionen. Eine vertikale, zweischichtige Schalung hüllt das Gebäude in ein Nadelstreifenkleid. Die hintere Schalungsebene ist dunkelrot gestrichen, die äussere grau lasiert. Die Farbanteile in der Fassade variieren somit je nach Betrachtungswinkel und es entsteht durch die geknickten Fassaden ein sich ständig veränderndes Bild. Die Fassade aus einfachen Tannenbrettern, der intensive Rotton und das ausladende Dach lehnen sich motivisch an landwirtschaftliche Bauten an.
Daten
Bauherrschaft: Privat
Standort: Wetzikon ZH
Gebäudeart: Neubau Einfamilienhaus
Volumen SIA 416: 815 m3
Leistungsumfang: Projekt, Kostenplanung, Ausführungsplanung, Ausschreibung, Bauleitung
Energieingenieur: Christian Meier Arch. HTL Energieingenieur NDS, Uttwil
Bauingenieur: Büro Thomas Boyle Bauingenieur BE MSCE SIA, Zürich
Fotografie: Beat Bühler, Zürich
2010 Umbau REFH Zürich
Beschrieb
Das Reihenhaus ist Teil eines bautechnisch und architektonisch wertvollen, 1920 in Zürich-Wipkingen erstellten Ensembles. Durch die Sanierungs- und Umbaumassnahmen wurde das Haus den heutigen Wohnbedürfnissen und energetischen Standards angepasst.
Die Auflösung der bestehenden Raumstruktur im Erdgeschoss führt zu einer grosszügigen Raumwirkung und setzt die Aussenräume auf der Nord- und Südseite visuell in Beziehung zueinander. Dabei wird der Raum durch ein Einbaumöbel -bestehend aus Küche und statischen Elementen- in verschiedene Bereiche zoniert. Das Raumangebot wurde ferner um ein neues Badezimmer im zweiten Obergeschoss und den ausgebauten Dachraum ergänzt.
Über die Farbigkeit und Materialisierung gelingt es, aus Alt und Neu eine atmosphärische Einheit zu bilden, welche den Charm der Altbausubstanz zur Geltung bringt.
Daten
Bauherrschaft: Liegenschaftenverwaltung Stadt Zürich
Standort: 8037 Zürich
Gebäudeart: Umbau Reihenhaus, historisch wertvolle Bausubstanz
Leistungsumfang: Projekt, Kostenplanung, Ausführungsplanung,
Ausschreibung, Bauleitung
Bauingenieur: Büro Thomas Boyle, Zürich
Fotografie: Liegenschaftenverwaltung Stadt Zürich
2010 Alterswohnen Amberg D, mit Roland Züger, selektiver WW
2009 Ökonomiegebäude Stiftung Brunegg Hombrechtikon, mit Ramser Schmid Architekten, Studienauftrag, 2. Rang
Beschrieb
Die Stiftung Brunegg bietet in ihrem Gärtnereibetrieb geschützte Arbeitsplätze für behinderte Menschen an. Die Aufgabe verlangte ein neues Ökonomiegebäude mit Arbeits- und Aufenthaltsräumen.
Ein kompakter, zweigeschossiger Baukörper wird so in die Situation gesetzt, dass er einerseits als Scharnier zwischen den verschiedenen Geometrien der Anlage vermittelt und andererseits möglichst viel Fläche für bauliche Weiterentwicklungen frei lässt. Die Gebäudefigur mit dem gefalteten Dach sowie die Ausbildung der Fassade mit gewellten Polycarbonatplatten orientieren sich an den langgezogenen Gebäudekörpern der bestehenden Gewächshäuser. Die Tragstruktur des Gebäudes besteht aus dem zentralen massiven Gebäudekern und der tragenden Fassade. Die innere Raumstruktur aus Leichtbauwänden ist flexibel und bei Bedarf anpassungsfähig.
Das Projekt vereint die gestellten Ansprüche an das neue Ökonomiegebäude in einer robusten und flexiblen Grundstruktur mit einem starken, Identität stiftenden äusseren Ausdruck.
Daten
ARGE mit Ramser Schmid Architekten
Bauherrschaft: Stiftung Brunegg, Hombrechtikon ZH
Gebäudeart: Neubau Ökonomiegebäude mit Arbeits- und Aufenthaltsräume für behinderte Mensche
Wettbewerb: Eingeladener Studienauftrag, 2009
Baurealisation: HSSP GmbH, Zürich
Bauingenieur: WGG Schnetzer Puskas Ingenieure, Zürich
Haustechnik: BLM-Haustechnik AG, Zürich
2009 Erweiterung Friedhofgebäude Wohlen, mit bbz Landschaftsarchitekten, selektiver WW, 2. Preis
Beschrieb
Der Entwurf beabsichtigt die bestehende starke Axialität mit Bezug zum Friedhofgebäude zu brechen. Ein übergeordnetes und die Anlage vereinheitlichendes System sich auffächernder Wege bildet die neue Grundstruktur.
Der Zugang zum Friedhof wird geklärt und auf die Bezugsachse zum Ortszentrum konzentriert. Auftakt der Anlage bildet ein neu definiertes Feld, auf welchem leicht erhöht das Friedhofsgebäude in einem Kissen aus Gräsern sitzt und den Besucher auf den zentral gelegenen Ankunftsplatz geleitet. Dieser lädt mit einem mächtigen Baum, einem Brunnen und platzdefinierenden Sitzbänken zum verweilen ein.
Das neu um einen Anbau ergänzte Friedhofgebäude, in seiner Grundform quadratisch, steht leicht erhaben auf dem Eingangsfeld und öffnet sich für den Besucher über Eck zum Ankunftsplatz. In seiner Geschlossenheit, zeichenhaften Prägnanz und leicht entrückten Positionierung bringt das Gebäude seine Nutzung als Abdankungshalle und Ort der Trauer zum Ausdruck. Die nach oben strebenden Dachlinie einerseits und die Schwere suggerierende Materialisierung in dunklem Sichtmauerwerk andererseits thematisieren die Dialektik zwischen Dies- und Jenseits: der Ausdruck changiert zwischen Nähe und Distanz, Zurückhaltung und Festlichkeit, Intimität und Öffentlichkeit.
Daten
Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Wohlen
Gebäudeart: Umbau / Erweiterung Friedhofgebäude, Konzept Friedhofanlage
Wettbewerb: Selektiver Wettbewerb, 2009
Landschaftsarchitekt: bbz Landschaftsarchitekten, Zürich
Bauingenieur: Thomas Boyle Bauingenieur BE MSCE SIA, Zürich
Elektro-Ing.: Mettler + Partner AG, Zürich
Haustechnik: BLM-Haustechnik AG, Zürich
Visualisierungen: Mireille Allemann, Vetter Schmid Architekten
2009 Raiffeisenbank, Umbau Geschäftsstelle Adliswil, mit Beat Jaeggli, Studienauftrag
Beschrieb
Ein kleines ehemaliges Wohngebäude mit Satteldach aus dem Jahre 1920 am Adliswiler Bahnhofplatz soll zu einer Bankfiliale der Raiffeisenbank umgenutzt werden. Ein Ersatzneubau konnte aus baurechtlichen Gründen nicht in Betracht gezogen werden.
Das Satteldach wird durch ein neues überhöhtes Geschoss mit Flachdach ersetzt und die bestehenden erdgeschossigen Annexbauten leicht angepasst. Dadurch entsteht ein der Lage angemessenes stattliches Volumen, das sich über einem breit gelagerten Sockel erhebt und selbstbewusst aus der momentanen Kleinmassstäblichkeit herauszutreten vermag. Mit diesen Massnahmen konnte ein Raumgewinn realisiert werden, der dem Anspruch der Bauherrschaft, die Liegenschaft nachhaltig zu entwickeln, optimal entspricht.
Ausgehend von den bestehenden Fensterformaten wird die Fassade im Erdgeschoss und im 3. Obergeschoss mit grösseren Öffnungen ergänzt. Somit wird als Referenz zur vorhandenen Bausubstanz die klassische Dreiteilung (Sockel, Mittelteil, Dach) neu interpretiert, welche einen subtilen Spannungsaufbau erzeugt.
Daten
Bauherrschaft: Raiffeisen Schweiz Genossenschaft, Niederlassung Thalwil
Gebäudeart: Umbau Geschäftsstelle Adliswil
Wettbewerb: Studienauftrag auf Einladung, 2009
Bauadministration/Bauleitung: BGS Architekten, Rapperswil
Bauingenieur: Büro Thomas Boyle Bauingenieur BE MSCE SIA, Zürich
Haustechnik: BLM-Haustechnik AG, Zürich
Energieingenieur: Christian Meier Architekt HTL/NDS-E, St. Gallen
Visualisierung: Stefan Roggo
2009 Neubau Ferienhaus am Murtensee
2008 Bahnhofplatz Winterthur, mit Thomas Boyle Bauing, offener WW
Beschrieb
Der Bahnhofplatz Winterthur bildet für den Bahnreisenden die Adresse von Winterthur und ist ein wichtiger Knotenpunkt. Stadträumlich gesehen ist der Bahnhofplatz allerdings eher Strassen- denn Platzraum.
Der Entwurf für die neue Überdachung der Bushaltestellen beabsichtigt die Klärung dieser Situation durch die Setzung einer Raumfigur, die sich präzise über dem Bahnhofplatz aufspannt und diesen durchmisst. Das mäandrierende Dach vermag an jeder Seite auf die spezifische Situation räumlich zu reagieren und vermittelt als Gelenk zwischen den diversen angrenzenden Räumen. Die Raumfigur zeichnet sich durch eine starke Widererkennbarkeit und Grosszügigkeit aus und vermag dem Anspruch an Identitäts- und Adressbildung bestens gerecht zu werden.
Das Konzept der mäandrierenden Dachebene wird auch konstruktiv umgesetzt. Die anspruchsvolle Dachform mit Steigungen und veränderlichen Breiten wird statisch durch ein Skelett aus Rückgrat (Hohlkastenträger) und Rippen (Pfetten) gebildet.
Daten
Bauherrschaft: Amt für Städtebau, Winterthur
Gebäudeart: Überdachung Bushaltestelle
Wettbewerb: Offener Projektwettbewerb, 2008
Bauingenieur: Thomas Boyle Bauingenieure BE MSCE SIA, Zuerich
Lichtplanung: Mettler + Partner AG
Visualisierung: Stefan Roggo
2008 Erweiterung Altersheim Ilanz, mit Ramser Schmid Architekten, selektiver WW
Beschrieb
Die Aufgabe fordert die Erweiterung des Altersheim in Ilanz. Dieses liegt südwestlich des alten, dichten Ortskerns, direkt vor den Stadtmauern. Hier hat sich der Ort als loses Feld verschiedener Wohnbauten mit verschiedenen Bebauungsmustern weiterentwickelt. In diesem heterogenen Umfeld eingebettet, sitzt das Volumen präzise an einer Hangkante. Gegen Westen verzahnt es sich mit den angrenzenden Gebäuden, indem es mit ihnen zwei gefasste Aussenräume bildet: Einen kleinen städtischen Platz als Eingangshof und einen Gartenhof. Dagegen wirkt der Baukörper ostseitig als freistehender Solitär, der von einem weitläufigen Grünraum umgeben ist.
Diese stadträumlichen Qualitäten werden durch eine Aufstockung und eine südseitige Erweiterung des bestehenden Baus verstärkt: Während gegen Westen die Massstäblichkeit und somit der Bezug zu den angrenzenden Gebäuden gewahrt wird, wächst das Volumen durch die Aufstockung ostseitig, wodurch die Lesbarkeit als Solitär klarer ausgeprägt wird. Im neu vergrösserten Baukörper folgen die Interventionen dem vorhanden Prinzip der rigiden Struktur, die mit Brüchen und Ausnahmen durchsetzt wird. In den Wohngeschossen wird die Zimmerstruktur punktuell aufgebrochen. An diesen Stellen weitet sich der Gang zu einem Vorbereich vor den neu angeordneten Gruppenräumen und mündet in einer zweigeschossigen Loggia. Gegenüber den Gruppenräumen wird zudem die innere Infrastrukturschicht aufgebrochen und die Tiefe des Hauses erlebbar gemacht. Insgesamt entsteht so eine helle und wohnliche Atmosphäre mit vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten für die Bewohner.
Daten
ARGE mit Ramser Schmid Architekten, Zürich
Bauherrschaft: Stiftung evangelisches Alters- und Pflegheim Ilanz GR
Gebäudeart: Erweiterung Altersheim
Wettbewerb: Selektiver Projektwettbewerb, 2008
Bauingenieur: Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich
2008 Studentisches Wohnen ETH Hönggerberg, mit Beat Jaeggli, offener WW, 3. Preis
Beschrieb
Als erster Baustein des Masterplans „Science-City“ am Standort Hönggerberg sollen 390 Wohneinheiten für Studenten erstellt werden.
Der Entwurf organisiert diese in drei kompakten, allseitig ausgerichteten Baukörpern. Es entsteht eine Raumabfolge von Plätzen und Gassen mit abgestufter Öffentlichkeit, gemäss der Anforderung des Masterplans von Vernetzung und Durchwegung. Die Anordnung und Höhenentwicklung der Gebäude ermöglicht eine grosse Flexibilität für die weitere Entwicklung auf den benachbarten Baufeldern.
Das wechselseitige Spiel von Körper und Raum, auf dem das städtebauliche Konzept basiert, dient als Grundlage der Gebäudestruktur. Die zunehmende Privatheit thematisiert sich dabei als kontinuierlicher Verlauf vom Aussenraum bis in die Zimmer als individuelle Rückzugsräume. Der Kern der Gebäude bildet eine räumlich reichhaltige ‚Innenwelt’, durch Innenhöfe belichtet und mit Nebennutzungen ausgestattet, die als Erschliessungs- und Begegnungszone dient.
Das Wohnungslayout basiert auf dem Konzept des ‚Wohngangs’. Der Korridor als grosszügiges Raumkontinuum bietet, neben dem eigentlichen Wohnraum an der Fassade, nach innen orientierte Raumtaschen für unterschiedliche Nutzungen. Das grosszügige Öffnungsverhalten der Wohnung nach Innen vermittelt das Gefühl der geschossweisen Zusammengehörigkeit.
Dem geforderten hohen Mass an Flexibilität (verändern der Wohnungsgrössen, Umbau zu Büro und Schulung) wird mit einer robusten Gebäudetypologie und mit einem konsequent eingesetzten Wohnungsmodul von vier bis fünf Zimmern in dem die einzelnen Module bedarfsweise einzeln oder gekoppelt als Grosswohnung genutzt werden können.
Daten
Bauherrschaft: ETH Zürich , Abteilung Bauten
Gebäudeart: Studentenwohnungen
Wettbewerb: Offener Projektwettbewerb, 2008
Bauingenieur: Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich
Haustechnik: Todt Gmür + Partner AG, Zürich
Visualisierung: Stefan Roggo
2008 Aufwertung Vulkanstrasse Zürich, mit bbz Landschaftsarchitekten, selektiver ww
2007 Erweiterung Gemeindehaus Regensdorf ZH, selektiver WW, 2. Preis
Beschrieb
Das bestehende Gemeindehaus als raumbildender Winkelbau erhält ein turmartiges, raumbesetzendes Gebäude als Gegenstück. Aus dem fragmentarisch wirkenden Gemeindehaus entsteht ein dialektisches Ensemble.
Der Neubau schiebt sich keilartig in den Winkelraum, wodurch eine dichte Anlage mit definierten, aber fliessenden Aussenräumen entsteht. Der fünfgeschossige Neubau bildet durch seine Stellung und volumetrische Ausbildung die Dominante im Ensemble und somit in einer ungezwungenen Selbstverständlichkeit die neue Adresse der Gemeindeverwaltung.
Der kompakte Baukörper ist in der Logik des Turmhauses aufgebaut. Die Grundstruktur wird durch die Hülle und drei innen liegende Kerne gebildet, die in der Vertikalen das gesamte Gebäude durchmessen. Auf weitere tragende Elemente kann verzichtet werden, womit eine hohe Flexibilität in der Grundrisseinteilung gewährleistet wird.
Daten
Bauherrschaft: Gemeinde Regensdorf ZH
Gebäudeart: Erweiterung und Umstrukturierung Gemeindehaus
Wettbewerb: Selektiver Projektwettbewerb, 2007
Landschaftsarchitekt: bbz Landschaftsarchitekten, Zürich
Bauingenieur: Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich
Haustechnik: Friedrich Haustechnik AG, Schlieren
2007 Neubau Sporthalle Linthal GL, offener WW
Beschrieb
Die Aufgabe fordert den Neubau einer Doppelturnhalle als Ergänzung einer bestehenden Schulanlage.
Das Konzept arbeitet mit der Durchlässigkeit in die Grundstückstiefe, von der Schulhausstrasse zur Linth, wobei die steil aufsteigende westliche Talseite kulissenartig den Hintergrund bildet. Als primäres Element wird ein Plateau eingeführt, welches, diagonal in die Tiefe gestaffelt, das gesamte Grundstück durchmisst und als Platzsystem die verschiedenen Gebäude zur Gesamtanlage vereint.
Die Turnhalle ist integraler Bestandteil des Platzsystems. Als Mulde in das Plateau eingelassen, wird sie dreiseitig von den Nebenräumen umschlossen. Das oberirdische Volumen erhebt sich als Laterne über dieser Mulde. Einem Alpenkreuzer (Camping-Anhänger mit aufklappbarem Zelt-Oberbau) gleich wird das Dach von der sichtbaren, umlaufenden Tragstruktur scheinbar hochgestemmt und bietet somit auf Augenhöhe Transparenz, Ein-, Aus- und Überblick. Das Dach als Hohlkörper bildet das räumliche Gegenstück zur Mulde.
Daten
Bauherrschaft: Gemeinde Linthal GL
Gebäudeart: Neubau Doppelturnhalle
Wettbewerb: Offener Projektwettbewerb, 2007
Bauingenieur: Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich
Haustechnik: Friedrich Haustechnik AG, Schlieren
2007 Kantonsschule Uster ZH, mit Bernoulli Traut Architektur, offener WW
2007 Erweiterung Kantonsschule Heerbrugg SG, selektiver ww
2007 Überdachung Glattalbahn HST Flughafen ZH, mit Aerni+Aerni Bauing, offener WW, 2. Preis
Beschrieb
Für die Glattalbahn, die neu als Nahverteiler den Flughafen Zürich erschliesst, soll unter Verwendung von Normbauteilen (Perron und Haltestelleninfrastruktur) die Überdachung der Haltestelle Flughafen, sowie eine überdachte Verbindung zum Bushof entwickelt werden.
Aus der Problemstellung der Verbindung der weit auseinander liegenden Haltestellen und des Bedürfnisses der Anbindung an den Bushof, leitet sich das Konzept der verbindenden Raumfigur her. Aus zwei Perrons und einem Anbindungspunkt unter dem Bushofdach entsteht eine Haltestelle. Boden und Überdachung verwachsen zu einer schleifenartigen Raum-Skulptur, die den Raum tentakelartig durchmisst.
Dem skulpturalen Gedanken folgend, ist die Raumschleife homogen aus ‚einem Guss’ in Beton gebaut. Über eine leicht differenzierte Oberflächenausbildung (innen schalungsglatt, aussen sandgestrahlt) wird die Definition vom Innerhalb und Ausserhalb verstärkt und somit die Lektüre der Raumfigur unterstützt:
Die Benutzer finden sich innerhalb der Haltestelle in einem eigentlichen Transitraum wieder.
Daten
Bauherrschaft: Verkehrsbetriebe Glattal
Gebäudeart: Überdachung Tramhaltestelle
Wettbewerb: Offener Projektwettbewerb, 2007
Bauingenieur: Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich
2006 Haus W. Hombrechtikon ZH, Anbau an ein REFH
Beschrieb
Am Kopfgebäude einer Reihenhauszeile aus den 70er Jahren soll ein kleiner zweigeschossiger Anbau als unabhängige Wohneinheit erstellt werden. Das nähere Umfeld ist äusserst homogen und zeichnet sich durch markante volumetrische Eternit-Dächer als zeittypische Bebauung aus.
Im Sinne dieser Prägung reiht sich der neue Anbau ins Umfeld ein. Die volumetrische Ausbildung wie auch die Materialwahl für die Aussenhülle in Eternit-Schiefer beziehen sich auf den Bestand. Die Durchbildung des Baukörpers versteht sich als Schlussstein der Dachlandschaft der Reihenhäuser. Volumetrische Reaktionen auf die Eingangssituation und das bestehende Gebäude sowie die Setzung von grossen Einzelöffnungen zeichnen den Neubau gegenüber dem Bestand als eigenständiges Glied in der Reihe aus.
Daten
Bauherrschaft: Privat
Standort: Hombrechtikon ZH
Gebäudeart: Anbau an ein REFH
Volumen SIA 416: 375 m3
Leistungsumfang: Projekt, Kostenplanung, Ausführungsplanung, Ausschreibung, Bauleitung
Energieingenieur: Christian Meier Arch. HTL Energieingenieur NDS, Uttwil
Fotografie: Basil Stücheli, Zürich
2006 Wohnung S. Zürich, Sanierung
2006 Neugestaltung Seefeld Sarnen OW, mit bbz Landschaftsarchitekten, selektiver WW
2006 Alterswohnheim Trotte Zürich, mit Christian Meier, offener WW
2006 Behindertenwerkstatt der BSZ-Stiftung Schübelbach SZ, selektiver WW
2005 Ferienhaus Biel-Kinzig UR, Neubau Ferienhaus
Beschrieb
Die Bauaufgabe eines Ferienhauses auf 1700 MüM in der Zentralschweiz stellte folgende entwurfsrelevanten Fragen: Bauen in steilem Gelände, Umgang mit der lokalen Baukultur, bauen mit dem Helikopter.
Analog der serpentinenartigen Erschliessung in steilem Gelände durchmisst ein Treppenraum mit Richtungswechseln das Gebäude und erschliesst das vielfältige Raumangebot auf verschiedenen Niveaus. Unter dem Dach findet diese interne ‚Passstrasse’ im Wohnraum, der sich als Aussichtsplattform ins Tal ausrichtet, ihren Abschluss.
Der Holzbau nimmt das traditionelle Konstruktionsprinzip des Strickbaus auf, das in der Zentralschweiz über Jahrhunderte die vorherrschende Bauweise war. Aus ökonomischen wie bau-, transport- und produktionstechnischen Überlegungen wird das Thema der gestrickten Konstruktion auf eine Elementbauweise angewendet.
Daten
Bauherrschaft: Miteigentümer Ferienhaus Biel
Standort: Biel-Kinzig, Bürglen UR
Gebäudeart: Neubau Ferienhaus
Volumen SIA 116: 650 m3
Leistungsumfang: Projekt, Kostenplanung, Ausführungsplanung, Ausschreibung, Bauleitung
Energieingenieur: Christian Meier Arch. HTL Energieingenieur NDS, Uttwil
Bauingenieur: Projekta AG Ingenieure, Altdorf
Fotografie: Basil Stücheli, Zürich
2005 Haus S. Hombrechtikon ZH, Anbau und Sanierung EFH
Beschrieb
Auf der Westseite eines Einfamilienhauses sollte ein ca. 3 Meter breiter Anbau erstellt werden, als Vergrösserung von Küche und Garage.
Das bestehende Einfamilienhaus ist in ein Haupthaus und ein Nebenhaus mit Garage, Küche und Esszimmer gegliedert und wird von einem Satteldach mit zwei unterschiedlich hoch liegenden Firsten überspannt.
Diese vorhandenen Themen der Staffelung und der bewegten Dachform werden als formgenerierende Einflüsse für die Entwicklung des Anbaus aufgegriffen und diesen somit in Bezug zum Bestand gesetzt.
Daten
Bauherrschaft: Privat
Standort: Hombrechtikon ZH
Gebäudeart: Anbau und Sanierung EFH
Volumen SIA 116 Anbau: 215 m3
Leistungsumfang: Projekt, Kostenplanung, Ausführungsplanung, Ausschreibung, Bauleitung
Energieingenieur: Christian Meier Arch. HTL Energieingenieur NDS, Uttwil
Bauingenieur: Schulthess & Dolder AG, Wetzikon
Fotografie: Basil Stücheli, Zürich
2005 Erweiterung Schulanlage Meiliwiese Hinwil ZH, selektiver WW, 2. Preis
Beschrieb
Die bestehende Primarschulanlage soll um eine Schul- und Gemeindebibliothek, einen Mehrzweckraum sowie eine Spielgruppe erweitert werden.
Der Neubau mit Bibliothek und Mehrzwecksaal ist das bindende Glied zwischen Öffentlichkeit und Schule. Diesem Anspruch wird im Freien, von einem neu angelegten Platzsystem durchwanderten Erdgeschoss Rechnung getragen. Das Thema von Plätzen auf verschiedenen Niveaus, ein Charakteristikum im Innen- und Aussenraum der bestehenden Schulhausanlage, wird hier intensiviert und verdichtet. Gegliedert durch fünf Betonkörper und definiert durch die Horizontalität der Untersicht des aufliegenden Obergeschosses, greift das Erdgeschoss grosszügig in den Aussenraum aus.
Das Raumkonzept des Obergeschosses verhält sich zum fliessenden Raum im Erdgeschoss antithetisch. Der Öffentlichkeit wird hier zeichenhaft die Geschlossenheit der Bibliothek, dem Gefäss des versammelten Wissens und der Konzentration auf das stille Universum des Buches, entgegengesetzt.
Daten
Bauherrschaft: Primarschulgemeinde Hinwil ZH
Gebäudeart: Erweiterungsneubau und Umbau Primarschulhaus
Wettbewerb: Selektiver Projektwettbewerb, 2005
Mitarbeiter: Vincent Traber
Landschaftsarchitekt:bbz Landschaftsarchitekten, Zürich
Bauingenieur: Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich
2005 Mehrzweckhalle Rodersdorf SO, offener WW
2005 Rennsimulatoren Mercedes-Benz Museum D, mit teamstratenwerth, 2.Rang
Beschrieb
Der Rennsimulator ist ein Illusionsraum, der das Erlebnis des Autorennenfahrens den Besucher mit allen Sinnen erfahren lässt.
Die Simulatoren sind in die Ausstellung integriert, somit nicht nur Erlebnismaschinen (Innenleben, Funktion) sondern gleichzeitig auch Exponate (äussere Erscheinung).
Diesem Umstand wird in der Inszenierung der Hülle Rechnung getragen: sie verhüllt und enthüllt, verdeckt und erklärt. Anhand von Begriffen wie Aktion, Kraft, Geschwindigkeit, Konkurrenz und Sieg wird ein Assoziationsfeld rund um das Phänomen Autorennen evoziert und in einer einfachen Bildsprache umgesetzt: Dynamisch-aggressive Form, Zustandsveränderung der Hülle, Karomuster.
Daten
Bauherrschaft: DaimlerChrysler Immobilien GmbH, Berlin D
Gebäudeart: Einbau von Rennsimulatoren ins Mercedes-Benz Museum Stuttgart
Wettbewerb: Selektives Bieterverfahren, 2005
Audiovisuelle Medien: teamstrathenwert, Basel
Simulatorentechnik: Oelhydraulik Hagenbuch AG, Ebikon
2005 Bundesverwaltungsgericht St. Gallen, offener WW
2004 Wohnüberbauung Zelgli Winterthur ZH, mit Hinder + Marti Architekten, offener WW
2004 Mehrzweckhalle Festhütte Amriswil TG, offener WW, 2. Preis
Beschrieb
Die Mehrzweckhalle in Amriswil, Festhütte genannt, dient diversen kulturellen und sportlichen Nutzungen. Der bestehende Bau entspricht nicht mehr den Anforderungen der Nutzer, weshalb dieser einem Ersatzneubau weichen soll.
Der Mehrzwecknutzung und dem Standort im Park entsprechend, ist die Festhütte als eine offene Gartenhalle konzipiert, deren Raum primär durch zwei horizontale Flächen gebildet wird. Als Grundlage entwickelt sich aus der Topographie des Parks eine Plattform, auf welcher sich die Kultur erhebt. Dieses ‚plateau culturel‘ bietet, einer Bühne gleich, Raum für verschiedenste Aktivitäten.
Als zweites Element überspannt ein Dach das Plateau, womit ein horizontal sich ausdehnender Raum als in ‚between‘ entsteht. In diesem Zwischenraum artikuliert sich das Herzstück des Gebäudes, die eigentliche Halle durch Deformationen in Boden und Dach.
Daten
Bauherrschaft: Gemeinde Amriswil TG
Gebäudeart: Ersatzneubau Mehrzweckhalle
Wettbewerb: Offener Projektwettbewerb, 2004
Landschaftsarchitekt: bbz Landschaftsarchitekten, Zürich
Bauingenieur: Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich